
Wer saufen kann, der kann auch ausschlafen!!!! - Ich liebe diesen Sing-Sang, sang PeterLicht auf dem genialen Album 14 Lieder - und ich kann nur sagen: ICH AUCH!!! Immer wieder! Und genau diese Verliebtheit in die eigenen Melodien und Worte spürt man vom ersten bis zum letzten Track auch auf dieser wundervollen Scheibe und macht einfach irre Spass. Selbst ein ab und zu aufbrandender Hang zum Pathos schmälert das Vergnügen nicht, im Gegenteil, PeterLicht macht das so locker und leicht, da schwimmen die Songs sogar in Milch. Ich freue mich schon sehr darauf, ihn bald mal live zu sehen, auf dem MELT-Festival 2008 nämlich soll er spielen.....
Sinnfrei und trotzdem hintersinnig - Musikalisch interessante Lieder mit völlig sinnfreien und gleichzeitig sehr hintersinnigen Texten, die einem auch beim dritten Hören nicht langweilig werden. Die Texte sind im beiliegenden Booklet abgedruckt. Empfehlenswert und sehr spannend sind die Videos zu den Liedern von Datenstrudel, die auch die Videos zu Sonnendeck und den anderen Liedern der ersten CD 14 Lieder gemacht haben - einige kann man downloaden unter www.datenstrudel.de.
das beste album 2006 aus deutschen landen - zugegebener massen kannte ich peterlicht nur durch seinen hit sonnendeck. ich stufte ihn in den elektrobereich der leicht verdaulichen kost ein. ein fehler. das album hier ist für mich das beste deutschsprachige stück musik welches 2006 veröffentlicht wurde. die texte sind nachdenklich, radikal und in einer besonderen sprache verfasst. die von peterlicht eben. das positive gefühl welches die cd vermittelt wurde auch live in abgeänderter und hochwertiger art und weise von ihm und seinen 2 mannen rübergebracht. danke für den auftritt in der schorndorfer manufaktur. ich jedenfalls freue mich auf sein nächstes album. dann - dann - dann...
Dichten kann er... - Dichten kann er, der PeterLicht, keine Frage! Seine Texte sind wunderbar gemein, sein Spiel mit Textfragmenten ist hinreißend, seine Collagetechnik ist atemberaubend, als Wortjongleur ist er kaum zu schlagen, und das Zitat vom Arbeitgeberpräsident Hundt (Benimmunterricht) benötigt keine Erläuterung mehr. Auch das ist eine Kunst: Zu erkennen, wie decouvrierend ein auf den ersten Blick harmloser Satz sein kann. Mit seinen Texten landet PeterLicht also durch die Bank weg Volltreffer in Sachen Poetische Analyse der Gegenwart: Zeilen wie Hallo Nachkriegszeit, dies ist der Tag, an dem du zur Kriegszeit wirst, draußen vor der Türe / liegen in den Straßen / die Fragen / wie die Toten / über die du steigen musst / wenn du nicht willst / dass das deine Straße ist.. oder Jetzt ist er vorbei, vorbei, vorvorbei! (der Kapitalismus nämlich, der alte Schlawiner), oder, der absolute Knaller, Der Mann mit der Bombe vom Al Quaida Ortsverein sind Spitzenklasse, und die 13 Lieder vom Ende des Kapitalismus sind dicht gepackt mit solchen Juwelen.Allerdings -- bei der Musik muss PeterLicht noch üben. Einige Songs überzeugen auch musikalisch, Das absolute Glück etwa, das Lied vom Ende des Kapitalismus oder das (musikalisch) etwas schwächere Es bleibt uns der Wind.Die meisten Songs aber hinken den Texten atemlos hinterher und erreichen sie doch nicht. PeterLicht zitiert alles, was gut und teuer ist in der Popmusik, von Britpop, Eric Clapton, The Cure und The Clash bis U2 -- aber er bringt die Enden nicht recht zusammen. Die Musik wirkt beliebig, sicher ist das nicht schlecht, gute Ideen hat er auch -- aber musikalisch halt leider ein wenig belanglos. Aus den vielen guten Ideen einen guten Song zu machen, das misslingt ihm leider allzu oft.Schade!
Sehr schlicht - Vielleicht liegt es ja an mir, aber was das Album jetzt so genau darstellen soll, ist mir auch nach mehrmaligem Durchhören mehr als schleierhaft.Wirre und manchmal fast ins einfältige abgleitende Texte mit Musik aus dem Heimcomputer, mehr kann ich leider nicht entdecken.Wer auf die verkopfteren Sachen aus der NDW, wie Foyer des Art und so Zeug steht wird damit vielleicht was anfangen können, ich aber würde das Ganze eher in die Kategorie Warme Luft einordnen.