Alternative deutsch : Sylt

Sylt

EUR 11,87

  1. Graceland
  2. Nullsummenspiel
  3. Am Tisch
  4. Kein Außen mehr
  5. Wir müssen das nicht tun
  6. Fake for real
  7. Geringfügig, befristet, raus
  8. Agnostik für Anfänger
  9. Verraten
  10. Dunkel
  11. Würde
  12. Wir werden nie enttäuscht werden

SYLT

... erhebt euer glas... - Komt, erhebt euer Glas ... auf das dritte Album der symphatischen Hamburger Band. Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich die volle Punktzahl geben kann. Sylt klingt wie Kettcar eben klingen. Sie haben im Grunde genommen alles richtig gemacht. Und doch fehlt so der letzte Funke, der noch überspringen muss. Doch bei den beiden Vorgängeralben ging es mir nicht anders. Ich habe lange Zeit gebraucht, um überhaupt einen Zugang zu Kettcar zu finden.Schon der Albumtitel ließ es ob seiner ungewöhnlichen Kürze des Namens aufhorchen. Es hat sich einiges getan, aber bei vielen Bands scheint mittlerweile das dritte Album das schwierige zu werden (siehe Coldply, Goldfrapp). Textlich trifft die Band voll den Zahn der Zeit. Und das so sehr, dass es manchmal schmerzt. Sagen doch schon die Songtitel wie Nullnummernspiel oder Geringfügig, befristet, raus eigentlich schon alles. Textbeispiele hier aufzuführen wäre mühselig. Dann komme ich garnicht zum Ende. Kettcar haben ein zweites Balu vermieden (gut so). Doch Am Tisch kommt dem balladesken näher, aber der Text ist so richtig der Hammer. Ein Toast...., nein, hier geht es nicht um die Rocky Horror Picture Show. Hier geht es um mehr und allein dieses Titels wegen haben Kettcar die volle Punktzahl verdient.Musikalisch geht es eher zurück in die alte Zeit. Aufregend Neues gibt es nicht, aber will man das bei Kettcar? Sie klingen ein wenig härter, aber damit passen sie sich ihren Texten und der Zeit an, die sie beschreiben. Sie sind eben noch nicht weichgespült. Und so sollte es bleiben.Irgendwann werde ich Sylt ebenso mögen wie die Vorgänger. Kettcar sind nicht massentauglich. Aber ihr Geld allemale wert.

Musikfreak - Als sie angefangen haben, Songs für ihr drittes Album zu schreiben, war ihnen klar, dass diese Platte anders werden sollte. Oberste Priorität war:Der Sound sollte robuster und live klingen, sie wollten eine krachigere Produktion. Sie haben den Songs auch andere Gewänder verpasst. So kommt bei einem Stück z.B eine Tuba zum Einsatz oder hier und da wurden auch mal Claps und Geklacker unterlegt. Aber die Platte hört sich weiter nach Kettcar an. Alleine der Gesang von Marcus Wiebusch ist ja sehr charakterisch. Inhaltlich fühlt sich die Platte nicht mehr so heimelig an. Es werden jetzt unangenehme Fragen generell über das Leben aufgeworfen und Geschichten erzählt über die Verlierer unserer Gesellschaft. Da die Platte so schonungslos ist, geht sie auch deshalb so unter die Haut. Eine wirklich starke Platte!!!

Mhmm schwierig... - Habe auf dieses Album hingefiebert, vor allem weil ich die ersten beiden Alben echt von Herzen liebe!Nun ja, war dann leider etwas enttäuscht, klar die Texte sind wieder super, anspruchsvoll und voller Wahrheit, aber mir gefällt teilweise die musikalische Untermalung mal so gar nicht. Finde manchmal das es eher wildes Geschrammel ist im Vergleich zu den Vorgängern!Nun ja, wollten ja ne Weiterentwicklung und - veränderung, was anderes ist ihnen auch gelungen...und als treuer Kettcar- Fan, lernt man dann dieses Sylt Album irgendwann bestimmt auch zu lieben.

Kettcar bleiben Kettcar bleiben Kettcar - Hm, Sylt also. Album Nummer drei von Kettcar, aber was wirklich Neues oder gar Besseres als die bisherigen Scheiben ist Sylt nicht.Textlich sind - wie immer - einige Highlights dabei, aber ehrlich gesagt hatte ich mir von Marcus Wiebusch wieder mal mehr erwartet. Ich denke halt wahrscheinlich zu oft an die ...But Alive-Zeiten zurück, aber damals hat er sein Potenzial meines Erachtens besser ausgeschöpft.Von mir deshalb nur drei Sterne, weil Sylt sicherlich kein schlechtes Album ist, aber leider nicht das wiederspiegelt, was Kettcar eigentlich könn(t)en.

Nun also Sylt - Nach „Du und wieviel von Deinen Freunden“ und „Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ der dritte Longplayer der Hamburger.Für die Schubladisten unter uns: deutschsprachiger Indie-Rock/-Pop.Hervorragende, bedachte und bedenkenswerte Texte treffen auf eingängige Melodien, die sich binnen kürzester Zeit im Hirn festkrallen und ins Herz einbrennen.Musikalische Entwicklung? Fehlanzeige, nicht gewollt, nicht gebraucht, danke.Die Singleauskopplung Graceland ist kein unbedingter Maßstab. Allenfalls dafür, dass man nicht unbedingt gefallen will.Klanglich absolut ok. Unaudiophile Produktion. Music first (hieß es mal irgendwo ,)).Mit meinem Geschreibsel kann man wahrscheinlich nicht viel anfangen – dabei habe ich noch nicht einmal was getrunken. Egal. Hört selbst rein.Ach ja: KAUFEN!




Sylt